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Solarstrom & Steuern

Solarstrom bedeutet kostenlose Energie von der Sonne ohne Schadstoff- und Geräusch-Emissionen. Deshalb wird diese umweltfreundliche Energieerzeugung gefördert. Zur Finanzierung stehen zinsverbilligte Darlehen der bundeseigenen Förderbanken zur Verfügung. Durch die im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) verankerte erhöhte Einspeisevergütung werden die Investitionskosten zurückerhalten.

Durch den Kauf und Betrieb einer netzgekoppelten Solarstromanlage entstehen Einnahmen und Ausgaben, die steuerlich zu berücksichtigen sind:



Einkommensteuer:

Einnahmen aus dem Betrieb von Solarstromanlagen (Einspeisevergütungen) sind grundsätzlich zu versteuernde Einkünfte, sowohl für Privatpersonen als auch für Gewerbebetreibende.
Im Gegenzug stellt der Wertverlust über den Zeitraum der Gebrauchs / Lebensdauer einkommensteuerrechtlich eine Ausgabe dar. Aufgrund der hohen Lebenserwartung wurde die so genannte Abschreibungsdauer auf 20 Jahre festgelegt und entspricht damit der Laufzeit der garantierten Einspeisevergütung. Ab dem 01.01.2011 kann nur noch linear abgeschrieben werden.  Das betrifft natürlich nicht die bereits vorher angeschafften Anlagen, diese werden weiter wie bisher behandelt. Bei Photovoltaikanlagen, denen von den Finanzbehörden eine Lebensdauer von 20 Jahren  zugeordnet wird, beträgt der Abschreibungssatz fünf Prozent. Das heißt, dass jährlich fünf Prozent des Kaufpreises bei der Gewinnermittlung als Kosten berücksichtigt werden können.
Für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage bringt dies keine großen Veränderungen im Vergleich zur degressiven Abschreibung. Die Art der Abschreibung führt sowieso nur zur Steuerverschiebung, denn es lassen sich in der Summe immer nur 100% abschreiben und die Beträge sind überschaubar.
Wegen der Höhe viel interessanter sind nach wie vor der sogenannte Investitionsabzugsbetrag, mit deren Hilfe im Jahr der Anschaffung und im vorhergehenden bis zu 40 % der Investition abgesetzt werden kann, und die Sonderabschreibung mit 20 % im ersten Jahr.
Ausgaben für Kredit-Zinsen, Versicherung, Wartung usw. mindern weiterhin die Steuerlast.
Einkommensteuer wird also lediglich für Einnahmen bezahlt, die den Wertverlust und die Ausgaben übersteigen. Die so ermittelten Werte werden der jährlichen Einkommensteuererklärung zugefügt.




Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer):

Wenn die Anlage nicht ohnehin vom einem gewerblichen Unternehmen betrieben wird, ist durch Bezug regelmäßiger Einnahmen der Status eines umsatzsteuerrechtlichen Unternehmens gegeben.

Das bedeutet: 

Der Anlagenbetreiber erhält vom Stromnetzbetreiber die Einspeisevergütung gemäß Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) zuzüglich Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer). Diese muss er an das Finanzamt abführen d. h. es handelt sich um einen durchlaufenden Posten.

Ausgaben mindern die Umsatzsteuerlast, d. h. die in den Anlagekosten enthaltene Mehrwertsteuer wird vom Finanzamt zurückerstattet. Ebenso verhält es sich bei späteren Wartungen oder Reparaturen. 

 

Umsatzsteuervoranmeldung

Steuerübersicht bei Batteriespeicher in Photovoltaikanlagen

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